Während der Schwangerschaft ist eine unerwartete Blutarmut nichts ungewöhnliches. Da sich im Verlauf das Blutvolumen erhöht, steigt auch der Bedarf an Eisen zur Bildung der roten Blutkörperchen. Da ein Eisenmangel bei der Schwangeren zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit führen kann, wird bei den ärztlichen Vorsogeuntersuchungen regelmäßig der Hb - Wert (roter Blutfarbstoff - Hämoglobin) geprüft. Der Wert sollte in der Schwangerschaft nicht unter 11g% fallen. Im Zweifel verschreibt Ihnen Ihr Arzt ein entsprechendes Eisenpräparat.
Mit einer "eisenreichen" Ernährung können Sie dazu beitragen, dass es nicht soweit kommt. Die besten Eisenquellen sind tierischer Herkunft wie Geflügel-, Fleisch- und Wurstwaren. Das Eisen aus tierischen Produkten ist besser und leichter für den Körper verfügbar. Pflanzliches Eisen wird nur zu einem geringen Anteil vom Körper aufgenommen (z.B. Vollkorn oder Hülsenfrüchte). Manche Pflanzeninhaltsstoffe zum Beispiel aus Soja oder auch der Genuss von schwarzen Tee oder Kaffee können die Verfügbarkeit zusätzlich stark beeinträchtigen.
Vitamin C haltige Lebensmittel fördern dagegen die Eisenaufnahme z. B. aus Apfel, Orangen, Möhrüben. Die Kombination aus Obst und Getreide sorgt deshalb für eine bessere Eisenaufnahme. Wie wär´s zum Beispiel mit einem Vollkornmüsli mit Orangensaft?