 Diätassistent ist die geschützte Bezeichnung für einen Medizinalfachberuf. Die früher zweijährige und heute dreijährige Ausbildung erfolgt an staatlich anerkannten Schulen und wird mit einer Examensprüfung abgeschlossen. In Österreich heißen die Diätassistenten Diaetologen und in der Schweiz Diplom Ernährungsberater SRK.
Die Ausbildung der Diätassistenten ist in der Diätassistenten
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geregelt (DiätAss APrV).
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung sind die physische und
psychische Eignung für die Ausübung des Berufes und ein mittlerer
Bildungsabschluss (Sekundarstufe II). Die Ausbildung darf nur an
staatlich anerkannten Schulen durchgeführt werden und endet nach
dreijähriger Dauer mit einer mündlichen, schriftlichen und praktischen
Prüfung. Nach erfolgreich bestandener Prüfung darf der Titel „staatlich
anerkannter Diätassistent“ geführt werden. Die Ausbildung umfasst
insgesamt 4.450 Stunden, davon 3.050 theoretischer und 1.400 Stunden
praktischer Unterricht. Die Lehrinhalte und die staatliche Prüfung
werden in der DiätAss APrV vorgegeben. Mit 1000 Präsenz(stunden) stellt
das Fach Diätetik den Schwerpunkt des Unterrichtes dar. Die Ausbildung
der Diätassistenten ist, wie die der anderen staatlich anerkannten
nicht- akademischen Heilberufe (z.B. Physiotherapeuten, Hebammen und Ergotherapeuten)
bundesrechtlich geregelt. Die Ausbildung nimmt einen besonderen Status
ein, da sie weder dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) noch der
Hochschulausbildung zuzuordnen ist.
In Deutschland werden jährlich ungefähr 700 Diätassistenten in 60
Schulen ausgebildet. In der EWG Richtlinie 92/51/EWG über die Regelung
zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise vom 18.Juni 1992 wird
die Ausbildung zum Diätassistenten bei den „besonders strukturierten
Ausbildungsgängen“ aufgelistet. In dieser Auflistung befinden sich auch
weitere Gesundheitsberufe wie Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Kinderkrankenpfleger.
Nach der Ausbildung zum Diätassistenten besteht die Möglichkeit der
beruflichen Weiter- und Fortbildung. Diese weiterqualifizierenden
Maßnahmen werden von verschiedenen Fachgesellschaften wie der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft)
und dem Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e.V.
(VDD) angeboten und ermöglichen die Spezialisierung in bestimmte
Aufgabenbereiche wie Ernährungs- und Diätberatung und Verpflegungsmanagement.
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