Beim Atmen tauschen die Lungenbläschen Sauerstoff gegen Kohlendioxid aus. Wenn sie mit Wasser gefüllt ist das nicht mehr möglich. Ein unbegründet kurzatmiger Dialysepatient sollte sich umgehend bei seiner Dialysestation melden.
Dialysefachpflegekräfte haben oftmals berechtigte Bedenken, dass ihre Patienten durch eine Überwässerung in eine lebensbedrohliche Situation geraten können. Deshalb wird der Flüssigkeitsentzug vor dem langen Dialysefreien Intervall (2Tage), evtl. vorbeugend etwas höher eingestellt. Das hat jedoch auch eine Kehrseite. Es entsteht vermehrter Durst im Anschluss der Dialyse, in Folge dessen wird mehr getrunken und ein unheilvoller Kreislauf beginnt.
Bei einigen Patienten besteht, bei sonst guter Harnausscheidung, am restlichen Dialysetag keine Harnausscheidung. Den Nieren wird "Ihre Arbeit" am Dialysetag also vollständig abgenommen.
Das hat einen negativen Trainingseffekt und die Fähigkeit zur Restharnausscheidung lässt schneller nach als notwendig. Dies bedeutet wiederum, dass Hämo- dialysepatienten im Laufe der Jahre immer weniger trinken dürfen und ist eine Einschränkung an Lebensqualität, die noch wesentlich erheblicher ist, als nur auf das Essen achten zu müssen.
Bei der Peritonealdialyse, befindet sich beständig sehr viel mehr Flüssigkeit im Körper und die Fähigkeit zur Harnausscheidung bleibt, trotz fortschreitender Nierenschädigung, erhalten. Zu Beginn der Dialysetherapie besteht bei vielen Patienten eine gute Ausscheidung an Flüssigkeit; häufig bei diabetesbedingter Nierenschädigung.
Nur die die Ausscheidung der Inhaltsstoffe des Harnes ist in diesem Fall eingeschränkt. Es ist die Mühe wert, zu versuchen, die Fähigkeit Flüssigkeit über die Nieren abzugeben, möglichst lange zu erhalten. Dazu ist die Mitarbeit des Patienten wichtig, indem zumindest phasenweise ein Protokoll zur Flüssigkeitsbilanz geführt wird.
Dieses Protokoll sollte von Patient und Dialysefachkraft gemeinsam ausgewertet werden, und als weiteres Bewertungskriterium zur Bestimmung der Trinkmenge und des Flüssigkeitsentzuges während der Dialyse dienen.
Eine Anleitung zum Protokollieren der Trink- und Ausscheidungsmenge ist als Download auf der Internetseite
www.ernaehrung-lueneburg.de unter: Schwerpunkte / Essen und Trinken bei Dialyse / zu finden.
Fachliche Verbesserungsvorschläge und Anregungen zu Inhalt und Gestaltung dieses Protokolls sind erwünscht.
- Therapie und Beratung bei ernährungsbedingten Erkrankungen -